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JoeHypo
Mitglied


11 Beiträge

Erstellt am: 10.01.2010 :  23:58:19 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo alle,
ich bin neu hier.

Ich interessiere mich sehr für Hypnose, und das schon eine längere Zeit. Ich glaube auch, dass es mir leicht fallen würde Leute zu hypnotisieren. Ich habe mich in der Jugend viel mit Hypnose beschäftigt, und ein paar Versuche gemacht.
Dann habe ich jahrelang nichts mehr dergleichen unternommen.
Doch später hat mich wieder das faszinierende Interesse der Hypnose erfasst. Das jetzt wieder seit längerer Zeit.

Ich habe mich nun eine ganze Weile mit Hypnose beschäftigt. Zumindest theoretisch. Viel gelesen, kleine Tests gemacht. Selbsthypnose probiert, usw.

Doch jetzt würde ich gerne bei einigen Leuten testen, ob ich es kann. Ich denke schon, dass ich eine Fähigkeit dazu habe, weil ich es oft im Alltag gemerkt habe, wie Leute auf mich reagieren.

Aber wie fange ich am besten an?
Welche Leute eigenen sich am besten für Anfänger?

Die eigene Frau nimmt einen doch nicht ab, dass man auf einmal hypnotisieren kann. Das führt doch zu Verunsicherungen und damit zum Misserfolg, oder?

Also ist sie bestimmt nicht gut für erste Versuche geeignet, oder?

Welche Leute soll man am besten nehmen?

Ich habe mal gelesen, dass es für Anfänger am besten bei Fremden geht.

Und wo findet man die Leute?

Ich kann doch nicht einfach auf die Straße gehen und nachfragen...

Viele Grüße, Jörg!

adlerian
Mitglied

Deutschland
47 Beiträge

Erstellt  am: 11.01.2010 :  10:22:14 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Jörg,

es ist gut, dass Du nicht mit Deiner Frau arbeiten willst. (Ehe)-Partner, Geschwister, Eltern und Kinder sollten bei Hypnose und anderen psychologischen Arbeitsweisen im Normalfall tabu sein! Denn in diesen Beziehungen gibt es immer Rollen- und Machtspiele, die in die Arbeit hinein spielen. So wird dann, was hoffentlich gut gemeint war, zum Leerlauf oder zum Machtkampf, meist mit ungleichen Mitteln. Eine Ausnahme sehe ich in ganz bewussten Rollen- und Macht-SPIELEN mit einem abgegrenzten Rahmen nach vorheriger Übereinkunft.

Ich könnte mir vorstellen, dass Du mit Menschen, die Dir vertrauen, zu denen Du aber eine ausreichende Distanz hast, am ehesten einsteigen könntest. (Ich zumindest würde mich nicht einem wildfremden Anfänger als Versuchskaninchen zur Verfügung stellen.)

LG adlerian

„Es kommt nicht so sehr darauf an, was einer mitbringt, sondern was er daraus macht!“ (Alfred Adler)
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Miraculus
Mitglied

Deutschland
2573 Beiträge

Erstellt  am: 11.01.2010 :  11:50:51 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo JoeHypno,

meien Erfahrungen sind relativ gut, sowohl was den weiteren Bekannten-wie den engeren Freundeskreis angeht. Manche menschen haben interesse, sich auf einen Versuch einzulassen, andere nichts.

Ich sehe auch keien prinzipiellen Schwierigkeiten darin, wenn Du es mit Deiner Frau versuchst, bis auf die, daß es vllt. nicht funktioniert und damit Dein Selbstbewußtsein als Hypnotiseur beeinträchtigen könnte.

@ Adlerian: Was Du so über die ständigen Machkämpfe schreibst klingt für mich fast so negativ wie Kirschner.

LG Miraculus

Wenn irgendein Mensch etwas tun kann, kannst du es auch. (Richard Bandler)

Bearbeitet von: Miraculus am: 11.01.2010 16:40:50 Uhr
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JoeHypo
Mitglied


11 Beiträge

Erstellt  am: 11.01.2010 :  15:33:39 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,
danke für eure Antworten.

Natürlich soll es, wenn ich es mit meiner Frau probiere NICHT auf Machtspiele hinauslaufen - niemals. Es ist für mich auch nicht die Frage.
Würde mich niemals wagen es auch nur Ansatzweise zu missbrauchen.

Bei der Frage ging es mir vielmehr darum, ob eine so enge Bezugsperson, die man schon Jahre kennt, sich überhaupt dafür eignet.
Immerhin trete ich somit als neuer Apsekt in ihr leben, was den Erfolg vielleicht wegen Ungläubigkeit schmälern bis unmöglich machen kann.

Von wegen: "Wie Du bist doch mein Mann und kein Hypnotiseur. Du kannst das doch gar nicht." und schon stellt sich der Misserfolg ein, oder?

Immerhin weiss ich ja selbst noch nicht, wie geeignet ich dafür bin, außer dass ich in der Regel im Alltag merke, dass ich Menschen begeistern und überzeugen kann.

Ich weiss dass ich bei den Hypnoseversuchen sicherlich bestimmend auftreten kann, aber ein Restzweifel lässt sich wohl nur schwer beseitigen, und der wird dann ja sofort verstärkt, wenn meine Frau dort ungläubig sitzt, oder?

Anderseits gibt es das Problem dann wahrscheinlich auch im Bekanntenkreis, die mich ja dann auch eher als Freund, als als Hypnotiseur kennen. Auch wenn ich noch so dominat und überzeugt auftreten sollte, wie nimmt man einem Freund ab, dass er nun von heute auf morgen Hypnose kann?

Ich möchte halt auch für die ersten "echten" Versuche Misserfolge so gut wie möglich ausschließen, denn letztendlich wird dies ja auch den weiteren Verlauf meiner Aktivitätewn in diese Richtung bestimmen.

Versage ich bei den ersten paar Versuchen, fange ich mich ja selbst an zu fragen.
Lag es jetzt daran, dass die Voraussetzungen schlecht waren, oder kann ich es einfach nicht?

Und schon wird es nicht mehr klappen, oder?

Welches waren denn euere ersten Probanden?

Was macht ihr in der peinlichen Situation, wenns mal nicht klappt? Ihr sagt dem Probanden "schlaf" und er lächelt euch ungläubig an, aber von Schlaf oder Trance nichts zu sehen.

Grüße, Jörg!
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Miraculus
Mitglied

Deutschland
2573 Beiträge

Erstellt  am: 11.01.2010 :  17:09:34 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Jörg,,

Deine frau würde ich dann erst mal lassen, wenn Du so starke Zweifel hast.

Es gibt ganz verschiedene Arten, wie man sich als Hypnotiseur präsentiert: Man muß nicht unbedingt der "dominante Magier" sein.
Gerade unter Bekannten und Freunden, die Dich als "Normalo" kenenngelernt habe, würde ich Dir zu einem unprätentiösen Auftreten raten.
Gib Dich doch einfach als freundlich und sachlich.
Du kannst sachlich aufklären, daß Trance/Hypnose etwas Natürliches ist, und daß Du ihm helfen kannst, aber sein UB ausschlaggebend ist.
Damit nimmst Du die Verantwortung von Dir weg.
(Hinzufügen kannst Du bei gescheiterten Versuchen, daß es oft nicht beim ersten mal perfekt klappt und es okay ist, so wie es war.)

Die Hypnose hängt aber ganz wesentlich vom Hypnotisierten ab, von seinen "Fähigkeiten", seiner Bereitschaft.

Es ist natürlich gut, wenn man vom Erfolg überzeugt ist, aber nicht notwendig, auch wenn der Erfolg dann nicht ganz so groß sein mag.
Selbst ein Tonträger kann immerhin noch einen guten Teil der Leute recht erfolgreich hypnotisieren!
(Wenn Du Dir im Internet einfach verschiedene videos anschausst wirst Du sehen, daß viele Hypnotiseure weder extrem selbstbewußt noch sonderlich beeindruckend wirken. Trotzdem haben sie Erfolg.)

Ich halte EInfühlsamkeit und das Herstellen eines guten Rapports für wichtiger als absolute Sicherheit im Auftreten.

Außerdem würde würde ich am Anfang, gerade wenn ich die Reaktionen noch nicht kenne, den Probanden aktiv miteinbinden, indem ich ihn ermutige, etwas zu tun. Beispielsweise kann es sich intensiv vorstellen, wie es ist, wenn seine Lider schwer werden; oder er kann sich erinnern, wie das schon passiert ist. Oder er kann auff seine Atmung achten...


Zitat:
Ich möchte halt auch für die ersten "echten" Versuche Misserfolge so gut wie möglich ausschließen, denn letztendlich wird dies ja auch den weiteren Verlauf meiner Aktivitätewn in diese Richtung bestimmen.


Natürlich ist es gut, wenn man Mißerfolge am Anfang vermeidet, aber eine Katastrophe ist es auch nicht unbedingt. Du kannst Dir auch sagen, daß der Proband eben nicht "einfach" war und nicht wollte od. nicht konnte, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt nicht, und das ist ja auch sein Recht.

Zitat:
Und schon wird es nicht mehr klappen, oder?


Doch, bei einem guten Probanden klappt es fast immer, da müßte man sich schon unsäglich blöd anstellen, damit es gar nicht funktioniert...Du kannst Dir kja am Anfang auch das Ziel setzen, daß Du jeden Dritten erfolgreich hypnotisieren kannst....und später ehrgeiziger werden. Vllt. nimmt das Druck.

Zitat:
Welches waren denn euere ersten Probanden?

Flüchtige is gute Bekannte, später auch Freunde.

Zitat:
Was macht ihr in der peinlichen Situation, wenns mal nicht klappt? Ihr sagt dem Probanden "schlaf" und er lächelt euch ungläubig an, aber von Schlaf oder Trance nichts zu sehen.

Ach, das ist doch nicht peinlich. Wenn er einen anlächelt und sich nicht einmal bemüht, den Suggestionen einigermaßen zu folgen, ist er wahrscheinlich kein guter Probeband.
Und wenn eine Suggestion (zumindest vorerst) nicht funktioniert, dann funktioniert sie eben nicht, na und? Ich bin als Hypnotiseur ja nicht allein dafür verantworltlich, was geschieht.
Interessant wird es nur, wenn der Proband einen bestioimmten Grund hat, eien Suggestion nicht auszuführen. Dann kann man darüber reden und das beachten.
Außerdem geht man ja gewöhnlich schrittweise heran, versucht es erst mit einfachen Suggestionen. Und irgendwann "spürt" man, daß man etwas versuchen kann.
Ansonsten: Nichts dramatisieren. Wenn ein Proband im Moment nicht reagiert ist das unwichtig. Oft kann man dann später Erfolg haben, manchmal direkt aanschließend, wenn man ihm mehr Zeit gibt.

Und wenn jemand beispielsweise die Augen nicht schließt, dann würde ich ihn bitten, die Augen zuzumachen und mir etwas Feedback einholen, wie er die Situation gerade wahrnimmt.

Eien andere Frage: Was für Bücher hast Du denn gelesen?
Wenn Du das Geld hast ist ein Seminar natürlich die schnellste und einfachste Methode, um Praxis und Routine zu bekommen.

LG Miraculus

Wenn irgendein Mensch etwas tun kann, kannst du es auch. (Richard Bandler)

Bearbeitet von: Miraculus am: 11.01.2010 17:10:18 Uhr
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Miraculus
Mitglied

Deutschland
2573 Beiträge

Erstellt  am: 12.01.2010 :  19:44:01 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Joe,

wichtig ist natürlich auch das Vorgespräch.
Aber unsere Beiträge hier können natürlich kein "Fernkurs" sein. Wenn Du aber hier stäberst, wirst Du auf einiges Interessante stoßen. Die hier empfohlene "Hypnotherapie" von Erickson ist natürlich auch sehr gut, selbst dann, wenn man sich ganz auf klassische Hypnose konzentrieren will.

lG Miraculus

Wenn irgendein Mensch etwas tun kann, kannst du es auch. (Richard Bandler)
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JoeHypo
Mitglied


11 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2010 :  12:44:18 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo,

Bücher habe ich einige gelesen.
Hypnose von Tepperwein, Eggetsberger Hypnose
weiterhin jede Menge PDF's die man im Netz findet
Einige Sendungen im Fernsehn.
Dann habe ich noch ein paar alte Bücher aus den 80ern.
Damals hatte ich mich schon stark für Hypnose interessiert, dann aber aus zeitl. Gründen das Interesse verloren, jetzt aber seit einiger Zeit wieder das Interesse aufgenommen.
Man merkt schon eine starke Entwicklung in der Thematik. Die neueren Bücher sind schon deutlich fortschrittlicher als die Bücher aus den 80'ern.

An einem Seminar überlege ich auch schon teilzunehmen.
Wenn der Faktor Geld nicht wäre, hätte ich das schon längst gemacht, aber so...
Weiss ja noch nicht mal ein gutes Seminar. Empfehlungen gibt es an jeder Ecke, aber wenn man die alle nimmt, so ist JEDES Seminar gut. Irgendwo gibts zu jedem Seminar eine Empfehlung.
Und dann noch mit dem Zweifel ob es ein brauchbares Seminar ist, so viel Geld auszugeben, hemmt doch ein wenig.

Habe mir überlegt wenigstens eines dieser DVD Seminare zu kaufen. Ist auch schon teuer, aber noch wesentlich günstiger als die Seminare selber. Weiss nur nicht wie effektiv das ist, da man die Nachteile ja von anderen Bereichen kennt. (Keine Kontrolle einer Fachperson ob man alles richtig macht etc.)
Ich wollte vielleicht das DVD Seminar von Dirk Teusch zulegen.
Weiss jemand ob das was taugt. Allerdings geht es da wohl überwigend über Schnellhypnose, und ich weiss nicht ob das nun die geeignete Technik für einen Anfänger ist.

Gruß Jörg!
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Miraculus
Mitglied

Deutschland
2573 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2010 :  18:00:37 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Jörg,

"Mensch" (ein Mitglied hier9 hat die DVD empfohlen, ich selbst kenne sie nicht.
Jedoch denke ich, daß ein Einsteiger wirklich erst mal eher Erfahrung sammeln sollte.

ein Ratschlag an Dich wären die Bücher, die das alpha-Institut empfihehlt, wobei ich besonders von Tad James angetan bin.
Erickson ist sehr gut, aber keien ganz leichte Kost.

LG Miraculus

Wenn irgendein Mensch etwas tun kann, kannst du es auch. (Richard Bandler)
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JoeHypo
Mitglied


11 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2010 :  21:44:02 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Miraculus,

danke für Deine Antwort.

Ich werde sicherlich jetzt anfangen Erfahrungen zu sammeln wenn ich die passenden Probanden gefunden habe, und werde dann auch bestimmt hier darüber berichten. Allerdings hielt ich es für wichtig erstmal theoretisch gut darüber informiert zu sein, bevor ich mit dem Experimentieren anfange. Also nicht nur die Techniken kennen, sondern lernen was eigentlich alles hinter dem Wort Hypnose und was dazugehört steckt. Der ganze Komplex ist ja wahnsinnig interessant. Das Thema Hypnose war mir auch ein wenig zu heikel, um einfach mit dem experimentieren drauflos zu legen. Weiterhin werde ich mir Literatur dazu aneignen. Mal schaun, ob ich das von Tad James demnächst beginne.

Grüße, Jörg.
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Miraculus
Mitglied

Deutschland
2573 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2010 :  23:01:13 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Jörg,

das ist sicher eine vernünftige Auffassung.
Dann wünsche ich Dir ein freudiges Lernen und später dann experimentieren, und Deine Shilderungen sind uns willkommen!

LG Miraculus

Wenn irgendein Mensch etwas tun kann, kannst du es auch. (Richard Bandler)
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