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piwwo
Mitglied
3 Beiträge |
Erstellt am: 04.07.2009 : 04:45:25 Uhr
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Hallo, ich möchte einmal etwas über mich schreiben und würde euch bitten, dazu einmal etwas zu sagen. Ich habe es schon in anderen Foren versucht, aber nie wirklich sinnvolle Antworten bekommen.
Also, ich beginne einmal so: Ich habe diverse Problemchen, die alle für sich genommen nicht so dramatisch sind und die wahrscheinlich so einige kennen, aber in der Mischung schon ziemlich nerven und mich massiv behindern. Da wären so Dinge wie ziemlich schwaches Selbstvertrauen, Kontrollwahn, zeitweise Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit, Stottern in Stresssituationen, Schüchternheit, Unfähigkeit, wichtige Vorhaben zuende zu bringen usw. und zwar schon so lange ich denken kann. Manche dieser Teilpunkte hängen sicherlich zusammen, ihr gemeinsamer Effekt sind aber häufig wiederkehrende, ziemlich unangenehme depressive Verstimmungen. Aber diese Sorgen haben mich dazu gebracht, Hilfe mit Hypnose zu suchen. Ich war bereits bei Gesprächstherapien, die alle so weit nicht viel gebracht haben. Eine Psychologin, bei der ich wegen Konzentrations- und Schlafstörungen war meinte gar, ich sei völlig normal - ich kann mich schon ziemlich gut konzentrieren, leider, was sie wohl nicht so schlimm fand, nur spontan und nur sehr selten auf die Dinge, die ich wirklich machen müsste. Ich lenke mich schnell ab, verliere die Lust und beschäftige mich mit Zeitvertreib oder schiebe Aufgaben so lange vor mir her, bis es zu spät ist... Andere Therapieansätze habe ich abgebrochen, entweder weil ich meinte, dass sie nichts mehr bringen oder weil ich einfach die Termine verpeilt habe - und dann einfach nicht mehr hin gegangen bin oder mir keinen neuen Termin besorgt habe.
Nebenbei habe ich begonnen, mir die Selbsthypnose bei zu bringen, um mir akkut selbst zu helfen. Leider schaffe ich es seltenst, länger als eine viertel Stunde mich zu entspannen und außerdem schaffe ich es nicht, die SH regelmäßig anzuwenden (meistens habe ich einfach keine Lust, vor dem Einschlafen noch eine SH zu machen).
Dann suchte ich mir Hilfe mit Fremdhypnose. Ich habe mit CDs begonnen, gegen Schüchternheit, für mehr Selbstvertrauen, mehr Motivation, Stressabbau usw. Hier ist das gleiche Problem wie bei der Selbsthypnose: Ich bin zu unruhig und außerdem höre ich sie nicht regelmäßig. Ich weiss, dass ich es einfach machen müsste. Aber zu oft verschiebe ich es mit Gedanken wie "och nö, heute nicht... vielleicht morgen..." Ich brauche wahrscheinlich nicht extra zu erwähnen, dass ich noch nie mit einer CD in eine halbwegs sinnvolle Entspannungstiefe gekommen bin - ich habe verschiedene Anbieter ausprobiert, sogar amerikanische (mein Englisch ist recht gut). Meistens machte ich die CDs/MP3s genervt lange vor Ende einfach aus.
Der nächste Gedanke war dann, zu einem Hypnotherapeuten zu gehen. Ich dachte mir halt: "OK, wenn SH nicht funktioniert, und CDs eben zu blöd sind, vielleicht funktioniert es ja 'live'". Nach langem Hin und Her habe ich es dann endlich mal geschafft, mir einen Termin zu besorgen. Aber auch der Hypnotherapeut hat es mit mir aufgegeben. Ich habe einfach keine Suggestionen angenommen. Ich war immer unruhig, habe darauf gewartet, dass "es endlich passiert" - ich also endlich mal in eine Trance abtauche... ja da war wieder der Kontrollzwang im Wege. Das meinte auch der Therapeut. Beim Nachgespräch erklärte ich so ausführlich, was alles passiert, bzw. nicht passiert ist, jeden kleinen Juckreiz ob im großen Zeh oder am Rücken oder an der Nase... wo auch immer, jeden Versuch, meine verdammten Muskeln doch endlich zu entspannen usw.
Ich dachte mir dann, vielleicht brauche ich etwas radikaleres. Eine Hypnose ohne langes Gelaber, so dass ich erst gar nicht anfange zu grübeln und alles zu Kontrollieren - also Blitzhypnose. Auf einer anderen Seite bin ich zufällig darauf gestoßen. Ich habe dann Videos gefunden von Hypnoseshows, wo die Probanden einfach "weggeschnippst" wurden. Im Internet habe ich dann weiter darüber gelesen und Informationen gefunden, dass das nicht alles nur Show ist, sondern von Leuten wie Dave Elman durchaus auch ernsthaft angewendet wurde. Bei Youtube findet man Mitschnitte von Seminaren, in denen die Technik den Teilnehmern beigebracht wird. Da ich aber keinen Hypnotherapeuten gefunden habe, der eine solche Einleitung in der Therapie anbietet, bin ich - nur um zu sehen und selber zu erfahren ob es überhaupt geht - bei einpaar Hypnoseshows als Freiwilliger auf der Bühne gewesen. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass ich meist einer der ersten war, die wieder von der Bühne gebeten wurden, weil ich beim "Schlaf!" eben nicht einfach in Hypnosegefallen bin, sondern den Hypnotiseur nur mit großen Augen angeglotzt habe.
Ich weiss langsam nicht mehr weiter. Ich weiss nicht, ob ich eine aufwändige tiefenpsychologische Analyse und Therapie schaffen kann (aus oben genannten Gründen)... und hoffe immernoch auf die Hypnose. Durch meine Versuche habe ich nun so ziemlich alles durch: Konfusionsmethoden, indirekte Hypnose, Fixation und Fraktion, Blitzhypnose, Erickson und was sonst noch... aber alle mit Null Erfolg. Mitlerweile weiss ich wohl schon soviel darüber, dass ich selbst hypnotisieren könnte, nur bei mir selbst funktioniert es nicht.
Was kann ich denn noch machen? Ich bin dermaßen unhypnotisierbar und therapieresistent, dass ich nicht mehr weiter weis... Die Krux ist, dass meine Probleme derartig bekloppt strukturiert sind, dass sie jedem Ansatz einer Problemlösung im Wege zu stehen scheinen. Meine Motivationslosigkeit und depressive Verstimmung hindern mich eine langwierige Therapie durchzustehen, mein Kontrollzwang hinder mich daran, mich hypnotisieren zu lassen...
Ist es denn überhaupt möglich, sojemanden wie mich zu hypnotisieren? Ich lese immer, dass jeder hypnotisierbar ist, es sei denn er ist Autist oder krankhaft Psycho...
In anderen Foren habe ich nur so Wischiwaschi gelesen, wie "du musst es einfach geschehen lassen" (kann ich aber nicht, ich kann die Kontrollsucht nicht einfach abstellen), "du darfst an die Hypnose nicht mit Zwang heran gehen" (klar, ich habe aber soeinen Zwang), "manchmal hilft einfach nur regelmäßiges drannbleiben" (schön, aber wie bringe ich mich dazu?), "manche erreichen eben nur leichte Trance, aber für eine Therapie sollte das ausreichen" (nunja, aber wenn ich wärend der "leichten Trance" dauernt damit beschäftig bin, nicht herum zu zappeln und gleichzeitig jedes Wort auf die Goldwage zu legen, ist da nicht viel mit Therapie)... Nun versuche ich es einmal hier... die Hoffnung stirbt zuletzt...
Danke für jeden Hinweis. Viele Grüße -- PS: Ich nehme keine Drogen (auch wenn ich Marihuana schonmal probiert habe) und glaube auch nicht, dass schulmedizinische Medikamente wie Antidepressiva wirklich die Ursachen bekämpfen könnten, weshalb ich es gar nicht erst bei einem Psychiater versuche. |
Bearbeitet von: piwwo am: 04.07.2009 04:46:10 Uhr
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Miraculus
Mitglied
Deutschland
2574 Beiträge |
Erstellt am: 05.07.2009 : 18:26:54 Uhr
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Hallo piwwo,
man könnte ev. die Kontrolle utilisieren und auch in einem Vorgespräch deren Funktion abklären. Auf alle Fälle sollte es ein erfahrener bzw. begabter (Hypno)therapeut mit viel Geduld sein.
Warum mußt Du so stark kontrollieren? Weißt Du es selbst?
Eina nandere Möglichkeit wäre, den hypnotischen Zustand als erlebtes Fühlen ganz zur Seite zu schieben und sich darauf zu verlassen, daß das uB so oder so mitmacht.
Unabhängig davon könntest Du Dich fragen: Gibt es vllt. doch irgendelche (versteckten) Nachteile für Dich, wenn DU gesund wirst.
Des Weiteren würde ich Dir Formen von Meditation empfehlen, bei denen Dein Gedankenfluß sich verlangsamt und Du "Loslassen" lernst. Wenn Du diese Fähigkeuiten erwirbst, wird dies vermutlich jeder Therapie zugute kommen.
Auf alle Fälle wünsche ich Dir viel Erfolg. 
LG Miraculus |
Wenn irgendein Mensch etwas tun kann, kannst du es auch. (Richard Bandler) |
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piwwo
Mitglied
3 Beiträge |
Erstellt am: 06.07.2009 : 05:30:24 Uhr
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Hallo Miraculus, vielen Dank für deine Antwort.
Warum muss ich so stark kontrollieren?
Ich weiss es nicht, ich habe nur Vermutungen. So könnte es etwa mit einem gestörten Selbstwertgefühl oder Selbstvertrauen zusammenhängen. Wenn ich mir selbst nicht vertrauen kann, wie kann ich dann einem anderen vertrauen? Diese Unsicherheit könnte in einem Kontrollzwang münden. Ich habe außerdem auch Flugangst, aber keine Angst vor Höhen. Komischerweise kann ich mir vorstellen, selbst zu fliegen, da ich weiss, dass ich beim Autofahren relativ sorglos fahre, wenn ich mit jemand anderem fahre aber durchaus ängstlich bin. Daher vermute ich, dass meine Flugangst auch mit dem Kontrollproblem zusammenhängt: In soeiner großen Maschine zu sitzen, vorn zwei Piloten und ein Haufen komplizierte Technik, denen ich mein Leben anvertrauen muss. Mitten über dem Atlantik muss ich mich dann plötzlich anschnallen... reine Vorsichtsmaßnahme oder gibt es ein ernsteres Problem? Ich weiss nicht was passiert, wohl aber was passieren könnte.
Ich habe auch mal einwenig mit ideomotorischer Befragung (Pendel) experimentiert und meine vermuteten Probleme angefragt. Dabei ergaben sich Hinweise auf meine Kindheit, irgendwelche Vorfälle im Zusammenhang mit anderen Familienmitgliedern. Eigentlich habe ich ein recht gutes Verhältnis zu meiner Familie, aber Antworten meiner Mutter, die ich zu meiner frühen Kindheit befragt habe, decken sich auffälliger Weise mit den Ergebnissen des Pendelns, die in eine Richtung von nicht erfüllten Erwartungen und Protesthaltungen meinerseits gehen. Oft, so kann ich mich bewusst erinnern, habe ich mich stur geweigert, dass was man von mir verlangt hat - ob nun in der Schule oder zu Hause - zu erledigen. Leider ist es schwierig, genaueres zu erfahren, da die befragten Personen auch nicht alles wissen und das Pendel ungenau ist. Das Pendel wurde übrigens um so widersprüchlicher, desto näher meine Fragen sich dem mutmaßlichen Problem genähert haben.
> Eina nandere Möglichkeit wäre, den hypnotischen Zustand als erlebtes Fühlen ganz zur Seite zu schieben und sich darauf zu verlassen, daß das uB so oder so mitmacht.
Oder eben nicht mitmacht. Denn es tut ja alles (Unruhe, Jucken, Gedankensprünge uvm), um eben nicht mitmachen zu müssen. Es scheint sich ja regelrecht dagegen zu wehren... so wie es das Pendel widersprüchlich reagieren lies.
> Unabhängig davon könntest Du Dich fragen: Gibt es vllt. doch irgendelche (versteckten) Nachteile für Dich, wenn DU gesund wirst.
Es muss ja nicht aktuell sein, aber das Unterbewusstsein speichert ja wie ein Tonband und reagiert auf Erlebnisse oft in ihrem geschichtlichen Kontext. Dass heisst, wenn ich in einem gewissen Alter, in einer gewissen Situation etwas so und so aufgenommen/interpretiert/verstanden habe kann es sein, dass die unbewusste Wirkung dieses Erlebnis bestehen bleibt. Also kann es sein, dass das Symptom meiner Probleme irgendwann einmal Vorteilhaft für mich war, es sich aber so festgesetzt hat, dass ich immer weiter auf ähnliche Situationen oder Umstände ähnlich reagiere. Das Unterbewusstsein hat in diesem Falle einfach noch nicht begriffen, dass eine damalig vorteilhafte Reaktion heutzutage nachteilig ist und so ein gesundes Verhalten behindert.
> Des Weiteren würde ich Dir Formen von Meditation empfehlen, bei denen Dein Gedankenfluß sich verlangsamt und Du "Loslassen" lernst. > Wenn Du diese Fähigkeuiten erwirbst, wird dies vermutlich jeder Therapie zugute kommen.
Das würde ich gerne tun, ich habe auch schon autogenes Training versucht. Leider gibt es auch hier wieder das gleiche Problem: Man muss solche Übungen relativ regelmäßig machen, woran ich aber wie schon gesagt ziemlich schnell scheitere.
> Auf alle Fälle wünsche ich Dir viel Erfolg.
Danke Grüße |
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Miraculus
Mitglied
Deutschland
2574 Beiträge |
Erstellt am: 06.07.2009 : 16:29:41 Uhr
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Das AT ist nicht so schnell und einfach zu lernen...vllt. wären für Dich Meditationen wie TM einfacher, oder solche, bei denen man auf den Atem fokussiert.
Auch "Energiearbeit" zur Vorbereitung wäre vllt. eine Idee.
Ansonsten käme mir auch nur der EInfall eines guten und geduldigen Hypnotheraspeuten. 
Aber vllt. melden sich ja nioch andere. Ich habe nur relativ wenige "helfende" Hypnosen durchgeführt, und nur hobbymäßig.
LG Miraculus |
Wenn irgendein Mensch etwas tun kann, kannst du es auch. (Richard Bandler) |
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Mondan
Mitglied
Deutschland
57 Beiträge |
Erstellt am: 08.07.2009 : 16:06:44 Uhr
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Hi Piwwo,
also eine Ferndiagnose geben, ist ja immer sehr schwierig und ich werde mich da sicher nicht aus dem Fenster lehnen.
Aber, versuchs mal mit Reiki. Am Besten einen Hypnotiseur, der auch Reiki gibt. Durch ein paar Reiki-Anwendungen bekommst du einen Energieausgleich, wirst ruhiger und dadurch auch eine Art "Verbindung" zum Hypnotiseur, was dann die Hypnose doch sehr vereinfacht.
Liebe Grüße Mondan |
Das Leben ist nur Illusion
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