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Forum: Hypnose/Esoterik-Einsteiger u. Forumsneulinge

Thema: Könnte Hypnose mir helfen?




Erstbeitrag: Könnte Hypnose mir helfen?


Autor: Kätzchen

Hallo,
ich schildere Euch mal kurz meine Verfassung: Ich leide seit 16 Jahren, also jetzt mein halbes Leben, unter Depressionen. Das erste mal traten mit 18 auch Angstzustände auf, die vor 6 Jahren aber wieder aufhörten. Es war eine grundlose Angst aufgrund von einem gestörten Säure-Basen-Haushalt (zu sauer).

2005 starb gänzlich unvermutet meine Tante und seitdem habe ich kaum noch psychische Kraftreserven. Meine Tante war vor allem in meiner Kindheit eine wichtige Person für mich, als Teeny und Erwachsene eigentlich nicht mehr so, trotzdem erschüttert mich ihr plötzlicher Tod bis heute.

Fast zeitgleich fing mein eigentliches Problem, das mich auch heute wieder sehr beeinträchtigt, an: Ich kann die Geräusche aus den Nachbarwohnungen nicht mehr ertragen, vor allem die Schrittgeräusche über mir, aber auch sonstiges Klopfen usw.
Vor 10 Monaten bin ich deswegen umgezogen, in dem Haus, in dem ich vorher wohnte, war es nie still, im Gegenteil, es war immer sehr laut und ich war wirklich kurz vor einem zweiten Nervenzusammenbruch (1. mit 24)
In dem Haus, in dem ich jetzt wohne, war es bisher sehr still, herrlich! Jetzt ziehen neue Leute in die bisher leerstehende Whg ein und klar, ein Umzug ist laut, aber das Schlimmste für mich ist: Ich höre die über mir wieder laufen....und das tut man ja immer, auch, wenn der Umzug rum ist. Und vor allem haben die ein kleines Kind, das wahrscheinlich viel und oft rennen wird und die Mama wird ihm wahrscheinlich genauso oft nachrennen.
Nervlich gehe ich jetzt wieder voll auf dem Zahnfleisch! Meine Depressionen lähmen mich, ich merke, dass ich kaum bereit bin, mir selbst zu helfen (Hilfe von außen hat nie was gebracht, weder teilstationäre Klinik noch ambulante Therapien noch sonstwas). Ich bin leider keine Kämpferin, sondern ich falle eher in mir zusammen und bin dann wie gelähmt.
Ich entspanne auch nicht mehr in den Zeiten, in denen ich nicht zu Hause bin (woanders macht mir Lärm nichts aus, nur in meiner Whg, wo ich mich sicher fühlen möchte), ich habe Schwierigkeiten, mich zu konzentrieren und wenn ich zu Hause bin und es - wie jetzt - ruhig ist, lebe ich nur in dem Gedanken: Die können jede Sekunde nach Hause kommen und dann geht es wieder los....
Ich bin auch noch nicht bereit, wieder umzuziehen (kostet ja auch n paar Euro....), vor allem die Suche nach einer passenden Whg schreckt mich ab.
Ich habe, als ich erfuhr, dass die neuen Leute einziehen, eine Hypnosetherapie bei einer Heilpraktikerin gemacht. Hat aber scheinbar nix gebracht ^^. Waren auch nur drei Sitzungen. Die Frau war super euphorisch und meinte nach nur 1 Sitzung seien jetzt meine Depressionen weg....sind sie nicht! Ich hatte eine "Schnupperhypnose" (die sollte gleichzeitig auch gegen meine Depressionen sein, ha ha) und eine richtige, nach der sie meinte, also jetzt müsse es eigentlich weg sein! Mir kam das Ganze so suspekt vor, weil ich auch während der Hypnosen mir eigentlich nicht wie hypnotisiert vorkam, sondern nur so ein bißchen beduselt, dass ich sagte: Ja ja, ist gut, belassen wir es dabei! (Merkwürdig fand ich auch, dass sie im Vorgesrpäch bestätigte, dass man die Worte "nicht" "Kein" etc nicht verwenden soll, es in ihren Suggestionen dann aber doch tat....!?)
Jetzt stellt sich heraus, dass es gar nichts gebracht hat....

Ich habe aber die Idee, dass, wenn ich mich selbst hypnotisiere, mehr Erfolg haben könnte.
Was meint ihr??
Aber wo soll ich ansetzen?
Daran, dass ich die Geräusche im Haus gar nicht mehr erst wahrnehme?
An meinen "schwachen Nerven" (wenn es mir besser geht, kann ich das auch besser ertragen)?
An meiner Trauer um meine Tante?
An meinen Depressionen allgemein??

Ich möchte mich einfach von dieser Schwäche befreien und mich nicht weiter davon einschränken lassen!!!

Vielen Dank schon jetzt für Eure Hilfe!! [:I]

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Folgebeitrag: Könnte Hypnose mir helfen?


Autor: Miraculus

Hallo Kätzchen,

herzlich willkommen hier. [:)]
richtig schön finde ich, daß Du die Verantwortung in die eigene Hand nehmen und das Problem selbst lösen möchtest.
Nach wie vor mein Favorit unter den Selbst-Hypnosebüchern ist das von LeCDron, da es auch fortgeschritternere Methoden derSelbstbehandlung beinhaltet.

Wie Du anfangen könntest kann Dir sicher nicemand sagen. Ich persönlich würde es vllt.über eine allgemeine Ruhe, Entspannung und Stärkung des Selbstwertgefühles versuchen (letzteres ist in der Depression beeinträchtigt).
Wenn Du insgesamt lockerer und entspanter bist, dürften sich auch weitere Probbleme klären.

Eine Hypnosetherapie scheint mir in Deinem Fall grundsätzlich durchaus sinnvoll zu sein.
Allerdings ist es natürlich Quatsch, daß man davon ausgehen soll, daß eine langjährige Depression nach einer Sitzung wie durch Zauberhand verschwunden sein soll.

Außerdem kann man natürlich während der Hypnose sehrwohl Negationen verwenden.

Auch muß man sich nicht bewußt während der Trance verändert fühlen: Hypnose ist sozusagen eine Sache für das UB, und es ist relativ unwichtig, wie man sich dabei fühlt. Meistens wird der Zustand einfach als normale etspannte Konzentration wahrgenommen. [:)]

Eine Hypnotherapie in einem Fall wie Deinem setzt m.E. aber einige Fähigkeiten und therapeutischen Erfahrungen voraus.
Die Krankenkasse würde vermutlich nur zahlen, wenn Du privat versichert bist.

SOlltest Du Interesse an so einer Behandlung ahben, so solltest Du genauer auf den Therapeuten schauen.
Adresssenlisten findest Du übrigens auf den Seiten von MEG, DGH und KIKH.
(Frage: Wie sahen denn die beiden Therapie-Sitzungen ein etwa aus?)

Vielleicht kannst Du versuchen, den Geräuschen von der WOhnung über Dir gegenüber eine neutrale Haltung anzunehmen. Vielleicht kannst DU einfach akzeptieren, daß sie nunmal im Momemnt eben da sind, und daß Du sie (noch) als störend empfindest.
Versuche nicht, dem zuviel AUfmerksamkeit zu geben, sondern überlege, ob Du Dich nicht einfach damit erst mal abfinden kannst, egal, wie sehr es stören mag.
Du weißt ja, wenn jemand länger an den Schienen lebt, hört er den Zug nicht mehr.
Wenn man aber dagegen "kämpft" ma´cht, verzögert man diesen Prozeß womöglich...

LG Miraculus


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Folgebeitrag: Könnte Hypnose mir helfen?


Autor: Miraculus

hinzufügen sollte man noch, daß eine Depression nicht akut ganz schwer sein sollte, wenn man sie mit Hypnotherapie behandelt.
Wenn man nur noch ein Gefühl der Leere oder tiefer Depressivität hat, wenn man auf Positives gar nicht mehr reagieren kann, wird es schwierig.
Es sollte noch eine gewisse "affektive Auslenkbarkeit" vorhanden sein.

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Folgebeitrag: Könnte Hypnose mir helfen?


Autor: Kätzchen

Hallo Miraculus,
vielen Dank für Deine Antwort!
Ich hatte mir schon ein Buch bestellt, das ich derzeit lese (400 Seiten....dauert noch etwas ;-) )
Das, was Du mir rätest, hatte ich auch für mich beschlossen: Die Geräusche missachten, sie hinnehmen und als Endziel: Sie ignorieren können.
Ich denke, dass in meinem mangelnden Selbstwertgefühl der Kern für alle weiteren Probleme liegt...die Depressionen rühren daher und aus den Depressionen resultieren die schwachen Nerven ^^.

Zu Deiner Frage, wie die Hypnosetherapie aussah. Ich beschreibe mal nur die Hypnose an sich. Ich habe mich auf eine Liege gelegt, wurde zugedeckt, der Raum wurde abgedunkelt, von CD kam leise, instrumentale Musik und sie hat erst eine Gedankenreise mit mir gemacht, dann kamen auf mich abgestimmte Suggestionen.
Ich war nur erstaunt, dass sie nach der Probehypno (ohne personalisierte Suggestionen) meinte, meine Depressionen wären nun weg und nach der ersten personalisierten Hypno meinte, ich würde nun keine Probleme mehr mit den Geräuschen haben.


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Folgebeitrag: Könnte Hypnose mir helfen?


Autor: garry moon

Hallo Kätzchen,
auch von mir ein ganz Herzliches Willkommen.
Die Stärkung deines Selbstwertgefühls ist ein sehr guter Weg.
Nachdem du durch Hilfe von außen nicht den gewünschten Erfolg erfahren hast, halte ich den Weg der SH für sehr sinnvoll.
Du kannst mit Entspannungsübungen beginnen und dir z.B. Wärme suggerieren. Wenn dir dies spürbar gelingt hast du die halbe Miete schon drin. Ich würde dir empfehlen spät am Abend, wenn die Geräusche im Haus verstummen ein schönes Relaxbad zu nehmen und die ersten Versuche zu starten. In einem warmen angenehmen Bad sind die besten Voraussetzungen gegeben.
Und keine Angst, du kannst selbstverständlich "nicht" und "kein" in deinen Suggestionen verwenden. Fälschlicherweise wird dies immer wieder aus alten Büchern herausgezogen und verbreitet. Sehrwohl kann das UB damit umgehen.
Ich wünsche dir viel Erfolg und wenn du spezielle Fragen hast, frag einfach.[;)]

Ich würde mich freuen, wenn du uns deinen Erfolg mitteilen würdest.





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Folgebeitrag: Könnte Hypnose mir helfen?


Autor: Miraculus

Hallo Kätzchen,

dann wünsche ich Dir auch viel Erfolg, wie heißt das 400-Seiten-Buch, wenn man es erfahren darf?

lG Miraculus

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Folgebeitrag: Könnte Hypnose mir helfen?


Autor: garry moon

Gute Frage Miraculus,
wäre sehr von Interesse


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Folgebeitrag: Könnte Hypnose mir helfen?


Autor: shirley

hallo Kätzchen,

wenn ich deinen Text so lese, stellt sich die Frage, was denn die Geräusche in der Wohnung über dir mit dir machen?
Was für Gefühle und Zustände lösen die Geräusche aus? Angst? Oder erstarrst du innerlich irgendwie?

Wie wäre es, wenn du die Nachbarn zum Kaffee-Trinken einlädst und somit die Leute kennen lernst, die über dir herumspazieren? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es angenehm werden kann die Nachbarn zu hören, sobald man mit ihnen in gutem Kontakt steht.
Denn: wenn man die Leute nicht kennt, dann schreckt man bei jedem Geräusch auf und versucht abzuschätzen, ob eine Gefahr droht. Das machen nicht nur Menschen sondern auch Tiere und man nennts Orientierungsreaktion. Wenn man ein Geräusch wahrnimmt, dann hält man inne und schaut woher das Geräusch kommt. Wenn keine Gefahr droht, relaxt man wieder. Es könnte bei dir evtl. sein, dass du immer aufschrickst und innehälts wenn du ein Geräusch hörst, aber nicht sicher sein kannst dass es keine Gefahr ist und somit weiterhin sehr wachsam auf die Geräusche achten musst. Falls es so wäre, könnte es ja helfen, mit den Nachbarn richtig guten Kontakt herzustellen. Dann kennst du die Nachbarn und kannst dich vllt plötzlich entspannen.
Viellicht machen die Geräusche aber auch etwas anderes mit dir?

Du könntest abchecken, ob die Geräusche Erinnerungen auslösen.

Vielleicht bist du aber auch nur zu oft in der eigenen Wohnung und merkst spätestens an den Geräuschen der Familie über dir, wie klein die Wohnung ist und wie sehr du eigentlich Bewegungsdrang hättest...vielleicht nehmen die Geräusche zu viel "Raum" ein und du hast den Eindruck, selber weniger "Raum" zu haben. Wie wärst mit Musik? Woraus besteht dein "Lebensraum"? In welchen Tätigkeiten und an welchen Orten fühlst du dich wie zuhause?

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